Trauer- und Trost - Gedichte

geschrieben von Monika Minder - 2014

Zuversicht

Sich finden und entdecken
im Schmerz der Liebe,
in der Zuversicht,
im Es ist gut,
ich fühle.

(© Monika Minder, 24. Dez. 2014)

Müde und satt

Ich stellte mir dich vor -
Da bist du nun,
wie ich es mir lange wünschte.
Jetzt bin ich müde und satt
ohne dich gelobt zu haben.

(© Monika Minder, 19. Aug. 2014)

Dunkel

Dunkel, nicht erreichbar
kein Erhellen
nur verwundbar
im ständigen Prellen.
Wir suchten in Wunden
sehnten Stunden
herbei und vermehrten
die Wolken am Horizont.

(© Monika Minder 29. Mai 2014)

Wenn es nicht hell werden will

Wenn das, was vor dir steht
nicht hell werden will.
Wenn die Zeit dir an der Seele dreht,
weil nichts mehr wachsen will,
ist Leben wie der Tag,
der nie wach werden kann,
sind Fragen vag
wie jedes Wann.

(© Monika Minder)

Erinnerungen sind Sonnenstrahlen

Erinnerungen sind Sonnenstrahlen, die der Gegenwart
ihr wärmendes Licht geben.

(© Monika Minder, 22. Mai 2014)

Ein Lied in der Hand

Ein Lied in der Hand
Nachdem ein Blatt zu Boden gefallen ist,
weil Ewigkeit jetzt erst beginnt.

(© Monika Minder, 6. Mai 2014)

Tränen

Tränen wollen fliessen,
ungehindert.
Was sich so lösend
lässt ergiessen,
lindert -
und rinnt
in eine neue Zeit.

(© Monika Minder, 26. März 2014)

Zurückholen

Zurückholen,
was gestern noch funktionierte,
ins Jetzt -
geht nicht mehr.
Nach vorne greifen,
fällt auch schwer.
Annehmen
und Wirklichkeit
erfahren
schmerzt und heilt.

(© Monika Minder)




Der Hals

Der Hals
schmerzt,
trennt meine Gedanken,
die nicht immer
kommunizieren
mit dem Herz.

(© Monika Minder)




Schmerz

Schmerz, zernichtendes Gefühl,
Wer kann da noch Blume sein?
Doch Tod ist Friede, vielleicht Ziel.
Der Anfang eines neuen Seins.

(© Monika Minder, 23. März 2014)




Nie allein

Wenn du gehen möchtest,
musst du gehn.
Ich bin nie ganz allein.
Ich kann essen, trinken,
und die Bäume sind da,
die Blumen und der Himmel,
die Strassen, die Häuser, die Menschen ...
Ich bin nie ganz allein.

(© Monika Minder)


> gibt es auch als Songtext




In der Stille das Licht spüren

In der Stille das Licht spüren,
Grenzen verschieben.
Die Seele braucht Fenster und Türen,
Ein ständiges Abwägen von öffnen und schliessen.

(© Monika Minder)




Es regnet Zeichen

Es regnet Zeichen
durch blühende Zuversicht,
und es duftet nach Gefühlen.
Doch ich sehe und fühle nichts.
Unfruchtbare Gedanken
suchen verzweifelt
nach Furchen und Linien
für das Saatgut Liebe.

(© Monika Minder, 21. März 2014)




In der Stille

Schneebeladenes Du -
In der Stille
Unter einem Himmel,
der gestern erstarrte
und sich heute
in deine Hand ergiesst.
Voraus in ein anderes Leben.

(© Monika Minder, 4. Jan. 2014)




Es tut weh

Ich weiss nicht genau, was du fühlst,
aber ich weiss, es tut sehr weh.
Die, die es noch nie erlebt haben,
wissen nicht, wie sehr.

(© Monika Minder)

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