Kinder

Gedichte, Sprüche, Reime, geschrieben von Monika Minder, 2015

Ich wünsche mir

Ich wünsche mir
einen Weihnachtsbaum
klein und fein
mit Schokoladenkugeln dran
und echten Kerzen,
meinetwegen
auch so Glitzerzeugs
das an den Tannennadeln
hängen bleibt
und manchmal über den Kerzen
sich in den Flammen verbrennt.

Unter dem Weihnachsbaum
wünsche ich mir Geschenke zwei drei,
nur klein und fein
mit farbigem Papier,
blau, grün, rot und,
aber nur ein bisschen,
verziert.

(© Monika Minder, 13. Dez. 2015)

Rot stehst du

Rot stehst du
mit deinem gezeichneten Bart
im Türrahmen.
Jetzt sind wir zu zweit.
Ich und die Angst.

(© Monika Minder, 6. Dez. 2015)

Der geheimnisvolle Ball

Auf dem Spielplatz sass ein Junge,
allein mit einem Ball.
"Ich möchte spielen, aber nicht alleine"
flüsterte er zum Ball.
Weit und breit keine Kinder,
ich sah mich um und lief ins Dorf
und sagte allen Kindern,
auf dem Spielplatz ist was los.
Dort gibt es einen Ball,
mit dem man sprechen kann.
der hört dir zu und meckert nicht,
er sagt nicht viel und doch, er spricht.

(© Monika Minder, 9. Sept. 2015)

Blatt vom Baum

Fallen will sodann
ein Blatt vom Baum.
Es hat sich eben
auf die Reise begeben.

(© Monika Minder, 2. Sept. 2015)

Nach draussen gehn

Lasst uns nach draussen gehn
und nach Wind und Wetter sehn.
Es ist noch gar nicht kalt
und bunt wird jetzt der Wald.

(© Monika Minder)

Lange Schatten

Lange Schatten
Laub auf Matten
Winter Schatten
Igel Matten.

(© Monika Minder)

Wo der Igel im Winter schläft

Verstecke mich in deinem Laub,
richte mir ein warmes Bett ein.
Schlafe faul wie der Staub
und komme erst im Frühling wieder heim.

(© Monika Minder)

Mit gelb fängt der Herbst an

Gelbe Birnen hängen
Gelbe Blätter drängen
Gelbe Blumen blühen
Gelb ist auch das Sonnenglühen
Maiskolben werden dick
Gelber geht es nicht.

(© Monika Minder, 29. Aug. 2015)

Blätterspiel

Der Wind spielt mit dem Strauch
und mit den kleinen Blättchen auch.
Sie fliegen, tänzeln rege,
verhüllen leise alle Wege.

(© Monika Minder, 24. Aug. 2015)

Der Baum schüttelt die Blätter

Der Baum schüttelt die Blätter,
wie wenn sie ihm lästig wären.
Das ist das Wetter ruft der Peter,
der Wind ist ein Verräter.

(© Monika Minder)

Durch den Wald

Sanft streicheln Lüfte durch den Wald.
Die Vögel sind verstummt.
Einige zogen in ein anderes Land.
Bäume werden leise bunt.

(© Monika Minder)

Jetzt säuselt er wieder

Jetzt säuselt er wieder, der Wind,
um die bunten Blätter,
singt seine traurigen Lieder
und heult mit den Wolken um die Wette.

(© Monika Minder, 22. Aug. 2015)

Der freche Nebel hockt

Da hockt dieser freche Nebel auf dem Dach,
deckt das halbe Haus schon zu und lacht:
Wartet nur, ich komme tiefer, immer tiefer,
verstecke Bäume, Strassen, Wiesen.
In der Suppe könnt ihr hocken,
oder auf den Wolkensocken.

(© Monika Minder)

Trübe Mondnacht

Wo ist er bloss?
Ich seh ihn nicht.
Sonst steigt er doch so gross
mit seinem gelben Gesicht
empor hinter den Wipfeln.
Jetzt sieht man nicht einmal
einen Zipfel.

(© Monika Minder, 9. Juni 2015)

Tierische Nachbarn

Schafe weiden kauend auf der Wiese,
Esel gibt es auch.
Sie schnauben und niesen;
einer liegt auf dem Rücken
und suhlt sich lachend im Dreck.
Die andern kichern
und denken, der hat nen Flick weg.

(© Monika Minder)

Zipfelchen Liebe

Zipfelchen Liebe im Herzen
Zipfelchen Glück eingepackt
Zipfelchen Wünsche notiert
Zipfelchen Zeit in der Tasche.

(© Monika Minder, 28. Mai 2015)

Die Gräser spriessen

Die Gräseer spriessen,
jeder Baum ist grün.
Fett die Wiesen,
fettes Wiesenblühn.

(© Monika Minder)

Kleines Lied

Ich singe dir ein kleines Lied,
es kennt das Glück und auch das Weh.
Der Wind pfeifft seinen Bass dazu,
tief und dunkel tönt es übern See.
Erzürnt scheint jede kleinste Wolke,
doch Sonnen blinzelt durch den Regen.
Genug mit deinem Schmollen,
Glück will sich bewegen.

(© Monika Minder)

Die Schnecken

Jetzt hängen sie wieder,
die Schnecken,
am Fell meiner Katze
mit den langen Haaren,
und in der Wohnung
fallen sie dann ab
und bewegen sich,
ekelhaft wie sie sind,
noch ein bisschen.
So habe ich jetzt
das Vergnügen,
sie wieder der Natur
zurückzugeben.
Natur ist nicht immer
praktisch.

(© Monika Minder, 27. Mai 2015)

Kleines Glück

Sah ein kleines Glück-chen
huschte zum Fenster herein
brachte ein Stück-chen
vom Sonnenschein.

(© Monika Minder, 22. Mai 2015)

Ein Grüsschen

Ein Grüsschen gezupft
Ein Liedchen gemalt
Ein Bildchen gesungen
In den Himmel gehüpft
Knallvergnügt
Für dich.

(© Monika Minder, 14. Mai 2015)

Maien in Lust

Jetzt rapsen sie wieder im Öl
blüten in den Bäumen
schnupfen im Heuen
pusten ins Neue
löwen im Zahn
himmeln in Blau
bienen im Schwarm.

(© Monika Minder, 9. Mai 2015)

Wenn die Blumen Junge kriegen

Wenn die Blumen Junge kriegen,
liegt das bestimmt am Mai.
Es fliegen jetzt die Engagierten
mit viel Süsse herbei.

Tagtäglich wird der Himmel heller,
das liegt bestimmt am Maien.
Sogar das Gras wächst schneller.

(© Monika Minder, 7. Mai 2015)

Es grüssen dich

Es grüssen dich die Blümlein aus dem Garten
und all die schönen Dinge.
Es grüssen dich die Wochen und die Tage,
und all die kleinen Dinge.
Was wären all die Fragen,
das Tragen und das Ringen,
wäre da nicht Lebens-Garten,
und Vöglein, die singen?

(© Monika Minder)

Ein Sprüchlein kommt ins Haus

Ein Sprüchlein kommt ins Haus
wie frischer Frühlingswind.
Auf grüne Wiesen will es hinaus
und tanzen wie ein Kind.

(© Monika Minder)

Ach, du lieber Frühlingsschein

Ach du lieber Frühlingsschein,
stinkst zum Himmel.
Was auf den Feldern klingelt,
sind nicht nur Schneeglöcklein.

(© Monika Minder, 13. März 2015)

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