Advent Weihnachten Neujahr

Gedichte, Sprüche, Gedanken, geschrieben von Monika Minder, 2015

Der Zeiger

Der Zeiger löscht
in der Geographie
des Kalenders
die Worte
von gestern
aus dem Schnee
von Morgen.

(© Monika Minder, 19. Dez. 2015)

Das Jahr

Das Jahr in den letzten Zügen
Weihnachten überstehen lügen
im Vorübergehen lächeln und
auf bessere Zeiten, die Dasein
zulassen und den Weg gehen,
der sich richtig anfühlt, hoffen.

(© Monika Minder, 13. Dez. 2015)

Kerzenlicht

Jetzt,
wo die Abende wieder möbliert sind
mit Kerzenlicht und Symphonien,
trägst du mich nach Hause.

(© Monika Minder)

Daheim

Daheim,
wo der Weihnachtsschmuck
die Fenster umsäuselt,
Kerzenlicht Schatten zaubert
und die Stube nach Kuchen duftet,
friedlich werden.

(© Monika Minder)

Hoffnung

Vor allem das Grün
in den Tannenbäumen
lehrt die Liebe träumen.
Haben wir es gesehen
dieses Grün?

Keine andere Farbe
schmückt Wiesen,
Gärten und Bäume
so intensiv,
ist so frisch
und geht auch im Winter
nicht ganz verloren.

Grün ist die Farbe
der Tannenbäume.

(© Monika Minder)

Wir

Wo
das Licht
verlorengeht
und der Tag
unvollendet
nach
einem Wort
fragt
das die Welt
neu erschafft.

(© Monika Minder, 22. Nov. 2015)


Mond

© Bild Monika Minder

So laut kann Stille sein

So laut kann Stille sein,
so verletzlich Friede.
Das Herz so voller Schmerz
und Fragen immer wieder.

Wo Hoffnungen nicht ausgeträumt sind,
malen Sterne ihre Lieder.
Wo wir im Miteinander sind,
sehen wir das Licht wieder.

(© Monika Minder, 21. Nov. 2015)

Stille

Wenn mitten in der schwersten Luft
sich jemand um Stille müht,
steigt zum Himmel Kuchenduft
und eine Blume blüht.

(© Monika Minder, 14. Nov. 2015)

Liebe fängt im eigenen Herzen an

Es prasselt ein Feuer im Kamin
Draussen fällt leise der Schnee.
Die Nächte rufen nach einem neuen Sinn
Viele Herzen tun weh.

Wir zünden eine Kerze an
Und glauben an das Wunder.
Doch Liebe fängt im eignen Herzen an
Der Zauber hat im Echtsein seine Stunden.

(© Monika Minder)

Adventsgespräch

Sag Licht, wo kommst du her?
Ich komme nicht wo her, ich bin;
Ich kann nur scheinen, nicht mehr.
Das ist der Sinn, weshalb ich bin.

(© Monika Minder, 12. Nov. 2015)

Loben

Wo wir anfangen
den Himmel zu loben,
lernen wir umkehren
und weinen.

(© Monika Minder, 4. Nov. 2015)

Die dunkle Nacht hat Lichter

Die dunkle Nacht hat Lichter,
über die Angst legt sich der Mond.
Das Licht des Gesprächs darf nie vesickern,
die gebende Hand besiegt den Zorn.

(© Monika Minder)

Sich berühren lassen

Wir werden berührt
und mit Chaos gewaschen
das tief geht
tief gehen muss.

Verschont bleiben
nur immer im Frühling sein
bringt keine Früchte,
keine Reife, keine Ernte
und nicht die Ruhe
des Winters.

(© Monika Minder, 10. Sept. 2015)

Ein Licht so sanft

Ein Licht so sanft den Weg erhellt,
wo ein Stern am Himmelszelt,
wo man im Dunkeln schreiten mag
und Blumen blühen in den neuen Tag.

(© Monika Minder, 31. Aug. 2015)

Die Sehnsucht

Die Sehnsucht
lässt die Liebe grösser werden.
Wer sie sucht,
braucht nur zu geben.

(© Monika Minder)

Was braucht's zum Glück

Einen Lieblingsstern zur Abendstunde,
Zweige schön geschmückt,
Staunen in fröhlicher Runde,
Leise in einem kleinen Glück.

(© Monika Minder, 28. Juni 2015)

Wenn das Paradies kommt

Wenn das Paradies kommt, schlagen Träume aus,
halten wir leise dem Wunder die Hand hin
und schmücken im Behütetsein von Form und Inhalt
Himmelszeichen mit Sinn aus.

(© Monika Minder)

Aus der Stille

Wenn ein Licht
die Nacht erreicht,
die Angst der Liebe weicht,
wenn Worte sich verbinden,
kann das Trübste
aus der Stille finden.

(© Monika Minder, 24. Juni 2015)

Wo ein Licht berührt

Wo ein Licht berührt
ein Stern erglüht
Wo es silbern
gen Himmel blinkt
ein Ton anklingt
ist alles Ferne nah.

(© Monika Minder)

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